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SCHATTEN UND SPIEGEL

 

 Was sind Schatten? Schatten sind unbewusste oder verdrängte  Persönlichkeitsmerkmale deines Selbst, Eigenschaften die dir nicht gefallen oder mit denen du dich nicht identifizieren kannst. Oder auch Verhaltensweisen, die du nicht an den Tag legen möchtest.

 

Wie heisst es so schön: wie im Innen, so auch im Aussen. Wenn du etwas verdrängst, ist es trotzdem noch da. Was du im Inneren hast, strahlst du aus, auch wenn es unbewusst ist.  D.h. du projizierst es auf Andere statt an dir wahrzunehmen und es anzunehmen.

 

Du siehst diese Eigenschaften in den anderen Menschen und verurteilst sie dafür. Aber genau diese Eigenschaften trägst du in dir. Da du diese Eigenschaften vor sehr langer Zeit ins Unterbewusstsein verdrängt hast, ist es dir einfach nicht bewusst. Die Anderen sind nur der Spiegel für dich.

 

Als Kinder haben wir einfach drauf los geplappert, haben aus Neugier alles erkundet und ausprobiert. Für einige Sachen wurden wir gelobt und für andere beschimpft oder gar bestraft. Schnell haben wir gemerkt, was auf Wohlwollen gestossen ist oder was auf Ablehnung. Genau die abgelehnten Eigenschaften haben wir in den Schatten verdrängt.

 

Diese ungeliebten Eigenschaften, die wir verdrängt haben, sehen wir immer wieder in den Mitmenschen und bezeichnen diese als egoistisch, wütend, hasserfüllt, jähzornig, respektlos u.s.w.  Aber auch positive Aspekte sind im Schatten, z.B. wenn unsere Talente nicht anerkannt wurden.

 

Schatten können positive wie negative Anteile verbergen. Wir können also auch Licht im Schatten finden. Manche Schatten haben auch nicht direkt mit uns zu tun sondern sind Anteil, den wir von unseren Ahnen „vererbt“ erhalten haben. Damit wir aber vollkommen heil und glücklich unser Leben führen können, ist es wichtig die Schatten anzunehmen und zu integrieren.

 

Wer weiss, vielleicht entdecken wir im Schatten plötzlich ein Talent, das uns unser Leben in eine plötzlich andere Richtung lenkt.

 

Wenn wir uns unsere Schatten nicht bewusst machen, so übernehmen das die Mitmenschen für uns. Wir erhalten immer wieder den Spiegel mit den Eigenschaften vorgesetzt, werden vielleicht krank oder gar sehr krank, bis wir diese Schatten erkennen und annehmen.

 

Wie aber integrieren wir die Schatten. Zuerst ist es wichtig sich diese verdrängten Aspekte bewusst zu machen egal ob positive oder negative. Alles was dir an Mitmenschen besonders auffällt, dich wütend macht oder du neidisch bist, ist ein Schatten. Schreibe dir ein paar Wochen lang alle Eigenschaften, die dich an anderen Personen faszinieren auf ein Blatt Papier.

 

Alle Eigenschaften, die dich wütend machen oder andere negative Gefühle in dir auslösen, schreibst du auf ein anderes Blatt. Schaue dir die beiden Blätter an, diese Eigenschaften trägst du verdrängt in dir. Erkenne diese und nimm sie an als deine Schatten. Siehe auch das Positive in den abgelehnten Eigenschaften, denn auch in „negativen“ Eigenschaften gibt es Positives. Ein sogenannter Kindskopf kann auch als Jemand stehen, der sich das Kindliche bewahrt hat und noch Spass am Leben haben kann.

 

Eine Möglichkeit die Schatten zu integrieren ist, dass du in die Stille gehst und dir eine Eigenschaft bewusst machst. Diese stellst du dann für ca. 10 Minuten in weisses Licht und bittest dann dein höheres Selbst diese Eigenschaft als Teil deines Selbst zu akzeptieren und zu integrieren. (Auszug Meditation Schattenintegration, aus dem Buch: Zurück ins Licht-Wegweiser in Dein Erwachen von Simone Illi). Manchmal kann es sein, dass man das mit einer Eigenschaft ein paar Mal wiederholen muss bis diese Eigenschaft  in absolut hellem Licht erstrahlt.

 

Mit der Schattenarbeit, die zugegebenermassen auch viel Arbeit bedeutet, kannst du aber gelassener, glücklicher und selbstbestimmter dein Leben führen. Du kannst dein volles Potenzial entfalten.

 

So nun hoffe ich, dass es dir etwas leichter fällt, dich deinen Schatten zu stellen, damit du ein erfülltes Leben  führen kannst.

 

Kennst Du Deine Schatten? Was würdest Du gerne loslassen oder integrieren? Schreibe es doch in den Kommentar :)

 

Herzlichst Andrea Kälin-Fässler

 

 

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