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Hilflosigkeit

Hilflos, Hilflosigkeit
Hilflos, Hilflosigkeit

Du warst sicher auch schon mal Situationen, wo du dich völlig hilflos und ohnmächtig gefühlt hast.

Wir alle waren das schon. Total überfordert. Du stehst vor einem Problem und weisst nicht weiter, du siehst keinen Ausweg aus dieser Situation. Kennst du dieses Gefühl? 

Vielleicht fühlst du dich wie gelähmt oder erstarrt. Du hast das Gefühl, du kannst nicht mehr klar denken, so, als ob du Watte im Gehirn hättest. Oder es hagelt einen Gedanken nach dem anderen. Du bist in einem Gedankenrausch. Tausende Gedanken prasseln auf dich ein und machen dich kirre.

 

Da stehst du nun, vor deinem Problem. Es kann dich plötzlich überrollen oder es hat sich vielleicht so ganz langsam aus deinem Inneren hervorgeschlichen. Du hast keinen Plan wie weiter, ein gigantischer Berg aus Ängsten türmt sich vor dir auf. Du weisst nicht, wo du beginnen sollst, du weisst nicht wie du das Ganze anpacken sollst. Du bist mit deinem Problem überfordert und denkst «Es ist mir alles zu viel, ist einfach zu schwer für mich. Ich kann das Problem nicht lösen.» Es geht dir nicht gut. Du hast das Gefühl die Menschen in deinem Umfeld sind so unbeschwert, so unerreichbar, nicht greifbar. Ihnen geht es gut und du stehst da, fühlst dich einsam und verlassen und weisst nicht weiter. Du hast das Gefühl du stehst vor dem Aus.

 

Das Hilflosigkeitsgefühl zeigt sich in unterschiedlicher Weise bei uns, je nach Vergangenheit, Geschichte, Glaubenssätzen, Themen und Triggern jedes Einzelnen. Du kannst dich mutlos fühlen, energielos sein, Angst haben, den Boden unter den Füssen verlieren, dich wie gelähmt fühlen, keinen Ausweg sehen, in ein dunkles Loch fallen. Du grübelst unentwegt. Vielleicht hast du auch Konzentrationsprobleme, bist unruhig, das Herz rast, dir ist übel oder schwindlig, hast Fressattacken oder gar keinen Appetit. Gedanken sausen dir durch den Kopf. «Was soll ich tun? Wie komme ich da raus? Ich schaffe das nicht. Ich bin hilflos. Ich weiss nicht weiter. Ich brauche Hilfe.» usw. 

 

Was kannst du jetzt tun? Als erstes? Runterkommen! Die schnellste und einfachste Methode ist immer sich auf den Atem zu konzentrieren. Lege deinen Fokus auf deine Atmung! Du kannst auch eine Hand auf den Bauch legen und beobachten, wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt. Mach dies so lange, bis du dich wieder etwas beruhigt hast. 

 

Wie ich in einem Flashtipp (alle unsere Flashtipps findest du auf unserem YouTube Channel) erklärt habe, kann man Gefühle mit Körperhaltung beeinflussen. 

 

Nimm eine aufrechte Körperhaltung ein, Schultern nach oben, Blick gerade aus, den Kopf etwas erhoben. Diese Haltung gibt dir Selbstbewusstsein, du fühlst dich zuversichtlicher. Achte generell darauf, dass du in aufrechter Haltung gehst und die Schulter nicht hängenlässt. 

 

Trinke etwas Kühles oder nimmt etwas zu dir, was du gut kauen muss. So kannst du Spannung abbauen. Schreibe deine Gedanken auf, einfach alles was dir durch den Kopf geht. Dich mit dem Problem beschäftigen kannst du später immer noch. Wenn du deine Gedanken notierst, gewinnst du wieder etwas Kontrolle über sie.

 

Gehe ein paar Minuten in deiner Wohnung umher oder wo du dich gerade befindest. Gehe etwas herum und spüre dabei, wie deine Fußsohlen den Boden berühren. Achte, wie du mit dem Boden verbunden bist, wie du mit den Füssen auftrittst, die Füße abrollst, Schritt für Schritt. Hier geht es um Achtsamkeit und Erdung. Das kannst du auch gerne in der freien Natur tun, z.B. barfuß.

 

Im Moment fällt dir keine Lösung zu deinem Problem ein. Du musst erst wieder zu dir finden. Tu etwas ganz Alltägliches. Putz die Wohnung, mach die Wäsche, räum etwas auf, räum Geschirr weg, bügle die Hemden, reinige die Schuhe, sitz an den Computer, mach ein Kreuzworträtsel, spiel Sudoku usw. Damit lenkst du deine Aufmerksamkeit auf etwas Neutrales. 

 

Überleg dir dann, ob du Hilfe annehmen möchtest. Denk nach. Wer könnte dir mit deinem Problem helfen? Deine beste Freundin oder dein bester Freund? Deine Mutter oder dein Vater? Dein Bruder oder deine Schwester? Dein/e Partner/in? Wer könnte dir bei diesem Problem helfen? Friss das Problem nicht in dich hinein. Gibt es vielleicht Bücher darüber? Vielleicht findest du ein Forum im Internet und kannst dich mit Menschen austauschen, die das gleiche oder ein ähnliches Problem wie du haben oder hatten. Bleibe nicht alleine mit deinem Problem. Teile dich mit, hol dir Unterstützung. Mach dich schlau.

 

Welche Probleme hattest du in der Vergangenheit? Wie konntest du sie lösen? Vielleicht hilft dir einer dieser Lösungsansätze auch dieses Mal. Hat dir jemand geholfen? Wer? Wer könnte dich heute dabei unterstützen?

 

Glaube an dich und daran, dass du das Problem lösen kannst. Sag dir selbst: «Ich kann das Problem bewältigen. Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Auch wenn ich im Moment keine sehe.» 

 

Denke auch immer daran, jede Krise kann eine Chance sein. In jeder Krise werden wir mit unseren Themen konfrontiert. Krisen sind Chancen zu wachsen, Chancen uns weiterzuentwickeln. Was kannst du aus der Krise herausziehen? Was kannst du dabei lernen? 

 

Wenn du wieder etwas Abstand gewonnen hast und wieder bei dir bist, kannst du dein Augenmerk auf dein Problem legen. Nimm es als Aufgabe oder Challenge an. Glaube daran, dass du diese Barriere oder Blockade überwinden kannst. Und sage dir selbst «Wenn ich damit nicht klar komme, dann hole ich mir Hilfe.» Nimm dich deinem Problem an. Vielleicht kannst du es in Einzelteile zerpflücken und so Stück für Stück vorangehen. Schreib dir alle möglichen Lösungen auf, die dir zu jedem einzelnen Teilstück einfallen. Denk nicht darüber nach, ob dir die möglichen Lösungen im Moment realistisch erscheinen oder nicht, einfach aufschreiben. Du kannst dich auch bei anderen Menschen über Lösungsvorschläge schlau machen oder dich im Web informieren. Du bist wahrscheinlich nicht der einzige Mensch, der «dein» Problem hat oder hatte. Da findest du im Internet sicher mehrere Lösungsansätze. 

 

Gehe jetzt einen Schritt weiter und überlege dir für jede mögliche Lösung, welchen Einfluss sie auf deine Zukunft hat oder haben könnte. Ist die Lösung überhaupt umsetzbar? Welche Konsequenzen sind damit verbunden? Arbeite so all deine Lösungsansätze durch und entscheide dich schlussendlich für einen davon. Kannst du dich nicht entscheiden, dann hol dir von außen Unterstützung, vielleicht auch psychotherapeutische Hilfe.

 

Weshalb fühlst du dich überhaupt hilflos oder ohnmächtig? Was ist der Grund? Du hast so viele Fähigkeiten in dir, die du zur Problembewältigung nutzen kannst. Dein Problem ist wahrscheinlich, dass du diese Fähigkeiten in diesem Moment nicht erkennen kannst. Deine Stärken sind da, mach dich auf die Suche nach ihnen. In dir steckt so wahnsinnig viel mehr, als du glaubst. Du bist zu viel mehr fähig, als du denkst. Der Mensch hat die Angewohnheit, sich selbst herabzusetzen, wenn er vor einem Problem steht. Er macht sich selbst schlecht oder redet sich «Unsinn» ein. Stattdessen sollte er sich an seine Kräfte und Stärken erinnern. Es ist wahrscheinlich nicht das erste Mal, dass du vor einem Problem stehst. Du hast in der Vergangenheit schon mehrere Probleme lösen können. Erinnere dich daran, erinnere dich an deine Kräfte. Erinnere dich daran, was du alles kannst und daran, was du alles schon bewältigt hast. Sobald du aus der Opferrolle heraustrittst und du dir deiner Stärken wieder bewusst bist, verschwindet das Ohnmachtsgefühl und du kannst dich an die Bewältigung des Problems machen. Mach nicht den Fehler es einfach beiseite zu schieben und abwarten. Gib dir wohl die Zeit, die du brauchst, um wieder klar denken zu können und um etwas Abstand zu gewinnen, aber schiebe das Problem nicht beiseite. Es holt dich irgendwann wieder ein! Meistens in verstärkter Form.

 

Warst du schon mal hilflos (oder) überfordert? Wie gehst du damit um? Schreibe uns doch deine Methode in den Kommentar ! 

 

Ich wünsche dir einen problem- und stressfreien Tag. 

 

Liebe Grüsse

 

Eure Daniela

 

Namaskar Seelengeschenk

IFNB Namaskar-Institute Ltd

 

 

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