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Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung

EIN SELBSTBESTIMMTES STATT VON AUSSEN GESTEUERTES LEBEN


Ja, man sollte nicht immer vergleichen, vor Allem nicht die eigene Person mit Anderen. Aber ich mache es heute doch mal. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke und diese vergleiche mit deren der Kinder von heute, da hat sich gewaltig viel verändert. 


Wir durften früher noch Kinder sein, draussen spielen, herumtollen und es einfach geniessen. Selbst im Kindergarten durften wir spielen, malen, singen und tanzen. Natürlich gibt es auch heute noch Kinder, die wirklich Kinder sein dürfen, aber mittlerweile wird dem grössten Teil der Kinder bereits viele Verpflichtungen auferlegt, wie etwa dem Erlernen von Instrumenten, der Teilanhme an Sportstunden, die Mitgliedschaft in Vereinen  oder dem Aneignen von Wissen.

 Im Kindergarten (heute besuchen ihn ja die meisten 4-jährigen schon) geht es spätestens mit Lernen los. Wichtig ist am Ende nur, dass jedes Kind das kann, was im Lernplan vorgesehen ist. Die Kinder erfahren schon früh, wie wichtig es ist, sich anzupassen und die Erwartungen von aussen zu erfüllen. 

Der Schulalltag ist dann geprägt mit Unterricht, Nachhilfe, Musikunterricht, Sportstunden und Hausaufgaben. 

Der Leistungsdruck in der Schule und die Erwartungshaltung  zu Hause oder im Umfeld steigen mehr und mehr. Bereits in der Primarschule wird erwartet, dass die Kinder sich mit dem Thema Berufswahl auseinandersetzen. Hinzu kommen dann noch die steigenden Berufsanforderungen… die Jugendlichen haben das Gefühl, dass es heutzutage ein Abitur / eine Matura für bald alle Berufe braucht. Dieser Leistungsdruck setzt sich dann im Berufsalltag fort.


Wenn wundert es da, dass heute schon junge Erwachsene oder Jugendliche unter Stress oder sogar einem Burnout leiden?

Was ist eigentlich ein Burnout? Ein Burnout ist der Zustand einer körperlichen, emotionalen und geistigen Erschöpfung. 

Ein Burnout kommt nicht von heute auf morgen sondern schleichend. Man fühlt sich also über Monate leistungsschwach und antriebslos. Aber nicht nur das hektische Berufsleben, der Alltagsstress, die Anforderungen des Chefs oder unsere ständigen Sorgen sind Ursachen für ein Burnout, sondern auch die Erwartung an uns selber, weil wir wissen, dass wir nur Anerkennung und Wertschätzung erhalten, wenn wir die Anforderungen von aussen erfüllen. 


Statt sich der inneren Stärke und Wünsche bewusst zu sein, und nach Letzterem zu leben, jagen wir nach Lob, Ruhm und Anerkennung im Aussen. 

In unserer modernen Gesellschaft ist alles auf Leistung und Erfolg getrimmt. Es geht nur noch um den Profit, das Ansehen und den Besitz: Möglichst das bessere und teurere Auto als der Nachbar, das grössere Haus, in mehr Vereinen tätig zu sein. 

Wenn wir keine Anerkennung mehr erhalten, versuchen wir es mit noch grösserem Einsatz. Dies überträgt sich dann leider wiederum auf unsere Kinder, wodurch der Kreislauf geschossen ist. 

Um ein Burnout zu überwinden sollten wir wieder lernen auf unsere innere Stimme zu hören und sich nicht über das Aussen definieren. Wir sollten lernen unsere eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und sich der eigenen inneren Kraft bewusst werden. Lernen nein zu sagen, aber auch Glaubenssätze und alte Verhaltensmuster -anerzogen oder diktiert von aussen- loszulassen. Je mehr du auf dein Inneres hörst desto mehr nimmst du wahr, was du wirklich willst und was du nur von aussen übernommen hast. 

Hast du dies mal erkannt, kannst du es ändern und mit der Zeit wieder ein selbstbestimmtes Leben aus deinem Inneren heraus führen. 

Du kannst deine Träume verwirklichen und nach deinen Stärken leben!



Herzlichst Andrea Kälin-Fässler


Führst du schon ein selbstbestimmtes Leben? Wo happerts noch ? Schreibe es doch in Kommentar !