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Überforderung

Manchmal werden dir in deinem Alltag bestimmte Situationen oder Aufgaben zu viel, du fühlst dich überfordert. Du stehst vor einer Aufgabe und hast keine Ahnung, wie du diese lösen sollst. Solche Herausforderungen können z.B. sein: 

  • Familie
  • Job
  •  Finanzielle Situation
  • eine bestimmte Aufgabe
  • ein Schicksalsschlag
  • ein Rückschlag oder eine Niederlage
  •  zu viel auf einmal
  •  usw.

 

Oft tritt das Gefühl von Überforderung nur kurzfristig auf und verschwindet wieder, sobald du z.B. die entsprechende Aufgabe gelöst hast. Es ist aber auch möglich, dass man sich vom Leben komplett überfordert fühlt, weil täglich neue Herausforderungen auf einen einprasseln.

 

Woran erkennst du eine Überforderung?

  • Du kannst nicht mehr klar denken, weißt nicht mehr wo oben und unten ist.
  • Du bist nervös, es brodelt in dir, du fühlst eine innere Unruhe.
  • Du bist unzufrieden.
  • Du bist verzweifelt.
  • Du bist gereizt, jedes kleine Ding bringt dich zum «kochen».
  • Du beginnst an dir zu zweifeln.
  • Dein Selbstvertrauen schwindet.
  • Pessimismus macht sich in dir breit.
  • Du weißt nicht mehr weiter.
  • Usw.

 

Was passiert bei Überforderung?

Du kannst nicht mehr logisch denken und dies gerade dann, wenn du einen klaren Verstand brauchen würdest. Das logische Denken lässt dich genau dann im Stich, wenn du es dringend benötigst.

 

Was kannst du tun, um zu lernen mit Überforderungen im Alltag klarzukommen?

Ein wichtiger Schritt ist, dass du erkennst und dazu stehst, dass du überfordert bist. Oft möchten wir nicht mal uns selbst gegenüber etwas nicht zugeben, da wir es als Schwäche ansehen, geschweige denn anderen gegenüber. Du kritisierst dich vielleicht selbst, wertest dich ab, drückst dir dem Stempel des Versagers auf die Stirn. Oder du sagst dir in deinem Kopf „Nein, auf keinen Fall, ich kann das niemandem sagen. Was denkt der oder die Andere von mir?“ Du bist zu stolz, um jemanden um Unterstützung zu bitten. Du möchtest als eine starke Persönlichkeit angesehen werden und denkst, wenn du deine Schwäche zugibst, denken die Anderen, du bist ein Weichei.

 

Ich erzähle dir mal ein persönliches Beispiel. Als ich meine erste Website und Facebook-Fanpage erstellen sollte, war ich mit der gesamten Technik und all den vielen Möglichkeiten komplett überfordert und dazu kam noch der Zeitdruck. Damals gab es die ganz einfachen Tools zur Website-Erstellung noch nicht. Für mich war alles einfach nur kompliziert. Innerhalb von einer Woche sollte ich alles auf die Beine gestellt haben. Überforderung pur. Nur schon der Gedanke daran überforderte mich. Ich habe mir damit Nächte um die Ohren geschlagen. Das eine oder andere hatte ich dann geschafft, aber mit welchen Folgen. Ich war k.o., völlig „erschlagen“, genervt, gestresst, wurde dann schlussendlich auch noch krank und war bei weitem noch nicht am Ziel. Ich wusste, so kann es nicht weitergehen. Während meiner mehrwöchigen Genesungsphase hatte ich dann ungeplant genügend Zeit mir Gedanken zu machen. Ich musste mir selbst eingestehen, dass ich damit überfordert war und es hat mich NICHT umgebracht. Ich musste mir eingestehen, dass ich alleine nicht weiterkomme und doch wollte ich das selbst können und wollte auch nicht bei der kleinsten Änderung auf jemanden vom Fach zugreifen müssen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen einen Wordpress-Kurs zu machen. Mittlerweile interessierte mich auch der Zeitdruck nicht mehr, ich war ja sowieso schon zu spät dran. In diesem Kurs lernte ich vieles, er war sehr gut strukturiert und einfach erklärt. Wer kennt sich schon mit all den Fachbegriffen aus? Ich hatte Videos und Anleitungen zu Verfügung. Dann setzte ich mich wieder an meine Website arbeitete Schritt für Schritt durch und innerhalb von einem einzigen Tag hatte standen meine Website und meine Fanpage und das ohne ein Gefühl der Überforderung. Es hat mir sogar sehr viel Spaß gemacht. Hätte ich mir die Überforderung früher eingestanden und mich schon vorher nach Unterstützung umgesehen, hätte ich viel Zeit und Nerven gespart und wäre wahrscheinlich auch nicht krank geworden.

 

Was kannst du tun, wenn du dich überfordert fühlst?

  • Dir die Überforderung eingestehen und die damit verbundenen Gefühle annehmen. Diese Gefühle sind da, weil du an deine Grenzen gestoßen bist. Sie möchten dir sagen, dass du eine Pause brauchst oder vielleicht etwas ändern solltest. Und ganz wichtig: Es ist keine Schande! Setz jetzt nicht noch zusätzlich einen oben drauf und werte dich selbst nicht ab, nur weil du etwas nicht auf Anhieb geschafft hast.
  • Nimm die Situation so an, wie sie ist und hab Verständnis für dich. Glaub an dich und daran, dass du es schaffen wirst. Du wirst eine Lösung finden. Sei also trotz allem lieb mit dir selbst.
  • Mach eine kurze Pause und beschäftige ich mit etwas, was mit dem Problem absolut nichts zu tun hat. Geh raus in die Natur, beschäftige dich mit deinem Hobby, putz die Wohnung, geh einkaufen oder mach das, wo du weißt, dass es dir gut tut. Du wirst dich wieder besser fühlen und so verschwindet die momentane Blockade.
  • Lenke deine Aufmerksamkeit auf den Atem und beobachte, wie du bis tief in den Bauch einatmest und dann wieder langsam ausatmest. Du brauchst nichts weiter zu tun als zu beobachten.
  • Sei achtsam. Was nimmst du rund um dich herum wahr? Was siehst du? Was hörst oder riechst du? Welche Klänge oder Geräusche kannst du hören oder gibt es vielleicht einen Geruch oder Duft, der dir in die Nase strömt? Was siehst du? Welcher Gegenstand zieht deine Aufmerksamkeit auf sich? So konzentrierst du dich auf den Moment und denkst nicht an die Zukunft.
  • Trink etwas, es kann dir helfen, wieder etwas klarer zu denken. Dein Körper benötigt bei Stress mehr Flüssigkeit als sonst.
  • Vielleicht stehst du gerade unter Zeitdruck, hast zu viele To-Do’s und siehst deshalb die Blumen vor lauter Wiese nicht. Dann verschaff dir einen Überblick und mach dir eine Liste. Was ist wirklich wichtig und was kann warten? Was ist jetzt gerade das Wichtigste?
  • Wenn du die Liste gemacht hast, schau dir an, was ganz oben steht. Dann erledige diese Aufgabe und bleib an dieser Aufgabe so lange dran, bis sie erledigt ist. Erst die eine Aufgabe und dann die nächste. Dann kannst du diesen Punkt abhaken, sowohl auf Papier als auch in deinem Kopf.
  • Verlangst du zu viel von dir? Hast du zu hohe Erwartungen an dich selbst? Natürlich möchtest du eine Aufgabe perfekt erledigen, manchmal genügt auch gut, es muss nicht immer perfekt sein. Wenn du kannst, nimm da den Druck heraus.

Weshalb fühlst du dich überfordert?

  • Du willst es jedem recht machen.
  • Du traust dich nicht Nein zu sagen, kannst dich nicht abgrenzen.
  • Du hast den Hang zu perfektionistisch mit dir selbst zu sein.
  • Die Situation ist gar nicht so schlimm, du siehst es vielleicht zu negativ.
  • Du möchtest alles auf 1x erledigen.
  • Du stehst ständig unter Anspannung.
  • Du hast Angst es nicht zu schaffen.
  • Du hast zu viele Pendenzen.
  • Du willst alles alleine machen.
  • Usw.

Frag dich, was genau der Grund für deine Überforderung ist. Schon alleine diese Erkenntnis kann einiges bewirken.

Der allererste Schritt ist, die mit der Überforderung verbundenen Gefühle anzunehmen und dir selbst einzugestehen, dass du es gerade nicht packst. Das ist keine Schande. Jeder hat andere Talente, der eine kann dies besser, der andere kann das besser. Werte dich selbst nicht ab, wenn du mit einem gewissen Talent nicht gesegnet bist, du hast genügend andere Talente. Glaub daran, dass du die Situation bewältigen wirst. Du wirst eine Lösung finden. Hol dir Unterstützung, in welcher Form auch immer, ob das über Google ist, in Facebook-Gruppen, Familie, Freude oder ein Spezialist, das spielt keine Rolle. Du musst nicht überall alleine durch. Die Sicht aus einem anderen Blickwinkel oder die Erfahrung, die andere schon gemacht haben, können dich unterstützen. Sei niemals zu stolz, um um Unterstützung zu bitten. Ich durfte dies auch zuerst lernen. Wenn du dir eingestehst, dass du überfordert bist, gelangt dies in dein Bewusstsein und es ist nur noch halb so schlimm. Regelmäßiges Meditieren kann dir dabei helfen, schneller zu erkennen, wenn dich die Überforderung erwischt.

 

Vermeide es unbedingt, dich als Opfer der Umstände zu betrachten. Dadurch schlüpfst du automatisch in die Rolle der Hilflosigkeit, du fühlst eine Ohnmacht in dir. Wenn du schon in der Opferrolle steckst, geh da wieder raus und pack das Problem oder die Situation an. Ich möchte dich daran erinnern, dass nur du selbst dir helfen kannst, es ist dein Problem, deine Situation, deine Herausforderung, dein Thema und du alleine bist dafür verantwortlich, dies zu ändern. Glaub an dich, du kannst es schaffen. Und wenn du Unterstützung benötigst, hab den Mut sie dir zu holen.

 

Liebe Grüsse
Eure
Daniela

 

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